Unser Gasthaus der Zukunft

Hersteller von Schokoriegeln wollen sich nicht mehr mit Werbung an Kinder richten, weil Kinder ja so gefährdet werden könnten, sich ungesund zu ernähren. Die Hersteller machen das, um einem Werbeverbot zuvorzukommen.

Handy-Strahlung soll doch zu Krebs führen können. Jetzt geht es darum, die Passiven vor der schädlichen Handystrahlung der aktiven Telefonierer zu schützen. Daher müssen angeschaltete Handys in öffentlichen Räumen, Gaststätten, in Autos und in der Nähe von Kindern verboten werden.

Jedes Jahr sterben mehr Menschen an den Folgen von Autoabgasen als Aktiv- und Passivraucher zusammen. Es müssen dringend Spaßfahrten verboten werden, also die Nutzung von Kraftfahrzeugen nicht zur Erwerbstätigkeit oder in Notfällen. Jeder Autofahrer muss seine Fahrten mit Alibis belegen können. Es müssen Bußgelder erhoben werden, wenn Autofahrer doch Spaßfahrten machen.

Eine Reihe von Parfüms enthalten Stoffe, die gesundheitsschädigend sind, insbesondere für die Leber. Da Parfüms ja gerade deswegen benutzt werden, damit andere sie einatmen (Passiv-Parfümierte), ist es an der Zeit, Menschen mit Parfüms den Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Gaststätten zu verwehren. Auch die Mitarbeiter in den Einrichtungen und Gaststätten müssen vor dieser Gesundheitsgefährdung geschützt werden.

Jedes Jahr sterben hunderte Menschen an den Folgen von Lärm. Es ist unzumutbar und gesundheitlich gefährdend, wenn in öffentlichen Räumen oder Gaststätten ungedämpft und lauthals gelacht wird. Um Lärmschutz vor Leuten zu erzielen, die womöglich unwillkürlich und suchtmäßig lachen, müssen insbesondere in Gaststätten separate Räume eingerichtet werden. In öffentlichen Gebäuden wird ja nicht so viel gelacht.

Ach so, vor dem Rauchen müssen die anderen auch geschützt werden. Das soll hier natürlich nicht unterschlagen werden.

Stellen wir uns ein Gasthaus der Zukunft vor: Luft- und lustdicht abgetrennte Räume für Minderjährige (wg. Alkohol), für Parfümierte, für Raucher, für Mobiltelefonierer – und zum Lachen gehen wir alle in den Keller!