Ohne Vorwarnung: Papier-Tsunami im Briefkasten

Vor einigen Jahren hatte ich hier den Berliner „Tagesspiegel“ (für die Jüngeren: Das ist eine Tageszeitung aus der Hauptstadt) gelobt: Ein kostenloses Probe-Abo wurde dort angepriesen mit dem Leckerli, dass es auch wirklich garantiert nach 14 Tagen endet. Also musste man nicht erst mit einem Anwalt drohen, falls man im Urlaub nicht nach zwei Tagen einen verstopften Briefkasten haben wollte.

Dieses Versprechen erfüllt der Tagesspiegel noch immer, allerdings haben sich die Vertriebsleute eine raffinierte neue Facette einfallen lassen: Sie schicken einem einfach so ein Probeabonnement – auch wenn man es gar nicht angefordert hat. Sicherlich haben sie den Datensatz noch irgendwo im System schlummern.

Aus heiterem Himmel flattert ein Brief rein, man werde mit der Probelieferung am soundsovielten starten. Natürlich weiß der Vertrieb nicht, dass zu dieser Zeit bei uns noch das dreimonatige Gratis-Abonnement der „Berliner Zeitung“ läuft. Also sind wir jetzt absolut überinformiert. Und müssten eigentlich Urlaub nehmen, um uns durch die Papierberge zu kämpfen.

(Nachtrag 5.5.15: Ich habe den Tagesspiegel zu früh gelobt. Das unaufgeforderte Gratis-Probe-Abonnement läuft noch immer in meinen Briefkasten ein, schon weit mehr als drei Wochen)